Wieder stand uns der „Klimperkasten“ für unseren Stammtisch zur Verfügung und wieder waren alle Plätze belegt. Danke an Gastgeber und Gäste und an die Organisatoren.
Leider konnte das vorgesehene Programm nicht eingehalten werden – Corinna Herold mußte die Sitzungen des Petitionsausschusses ihrem Vortrag in Gera vorziehen. Die Landtagsabgeordnete unserer Thüringer AfD-Fraktion wollte sprechen zum Thema „Gesundheit“. Dafür sprang der Vorsitzende des Stadtverbandes Dr. Wolfgang Lauerwald ein. Als angestellter und später niedergelassener Arzt mit Erfahrungen aus dem Gesundheitssystem der DDR und der Bundesrepublik bot er aus dem Stehgreif einen interessanten Einblick in den eigenen beruflichen Werdegang (Dialyse-Praxis), aber auch über die Grenzen des Gesundheitswesens. In der DDR herrschte Mangel an Diagnostik, an Präparaten und an modernen Heilmethoden. In der Bundesrepublik herrscht zuweilen das Profitstreben. Medizinische Behandlungen, die nicht das Wohl des Patienten im Vordergrund sehen, hat Dr. Lauerwald eindeutig abgelehnt. Krankenhäuser sollen nicht gewinnorientiert arbeiten. Das Abrechnungssystem im Dreieck von Patient, Arzt und Krankenkasse ist kompliziert und anfällig für Mißbrauch. Früher (also ganz früher) kam es zu einem Vertrag zwischen Krankem und Helfer. Die sich gegenseitig kontrollierten. Heute stehen oft Bettenauslastungen und attraktive Operationen im Fokus der ärztlichen Bemühungen, während das Punkte-System und Kontingente die medizinischen Möglichkeiten einschränken. Unser AfD-Kandidat, Orthopäde-Facharzt Dr. Robby Schlund will sich deshalb im Bundestag für eine Reform des Gesundheitswesens einsetzen. (Leider konnte er seine Vorstellungen nicht konkretisieren, weil anderweitig im Einsatz.)
In der Diskussion kam heraus, daß die meisten Anwesenden gute Erfahrungen mit dem bestehenden Gesundheitswesen gemacht haben und keiner sich nach den Zuständen aus der DDR zurücksehnt. Aber genauso deutlich kam zum Ausdruck, daß die allermeisten Ärzte ihren hippokratischen Eid Ernst nehmen und dies ganz klar auch für die DDR-Zeit galt.
Wolfgang Lauerwald wies auf die nächsten Termine hin. Besonderer Schwerpunkt war nochmals die Beobachtung und Kontrolle der Bundestagswahl. Die höchste Form der persönlichen Mitwirkung ist der Wahlhelfer. Die AfD ist in zahlreichen Wahllokalen vertreten.
Als Wahlbeobachter kann man ab 18 Uhr an der öffentlichen Auszählung teilnehmen – als Beobachter. Die Anwesenheit diszipliniert die Auszähler, der Beobachter sollte Auffälligkeiten notieren und auch die angesagten Auszählungsergebnisse. Ein Vergleich mit den später veröffentlichten Ergebnissen kann Unkorrektheiten aufzeigen.
Aber auch jeder Wähler kann die ordnungsgemäße Durchführung kontrollieren: keine Bleistifte in den Wahlkabinen, keine beschädigten Stimmzettel, keine Wahlwerbung im Wahlraum oder unmittelbar in der Umgebung, keine Parteinahme der Wahlhelfer durch Rede oder Bekleidung etc.
Bitte melden Sie alle Auffälligkeiten an unseren Stadtverband unter folgender mail-Adresse:info@afd-gera.de