71 Prozent von Tausend befragten Thüringern finden, dass „in unserer Demokratie die Anliegen der Menschen nicht mehr wirksam vertreten werden“. Nach Einschätzung knapp der Hälfte der Befragten kann man „seine Meinung nicht mehr frei äußern“, da „sonst Nachteile zu befürchten seien“. Dass die deutschen Medien „einseitig berichten und von der Politik gelenkt werden“, sagen 72 Prozent. Diese Daten wurden für den Thüringen-Monitor 2016 erfasst. Zu den Ergebnissen dieses Berichts sagt Stephan Brandner, stellvertretender AfD-Fraktionsvorsitzender:

„Die Ergebnisse des Thüringen-Monitors sind ein Schlag ins Gesicht der Altparteien und deren journalistisches Anhängsels. Unsere angeblichen Eliten haben versagt. Das ist spätestens nach dem Asyl-Chaos jedem klar.

Die Thüringer sind aufgeklärte Demokraten. Sie unterscheiden genau zwischen falschen, selbsternannten Eliten und vernünftigen Institutionen. So genießt die Polizei weiterhin zu Recht höchstes Ansehen.

Der Thüringen-Monitor ist und bleibt aber eine pseudowissenschaftliche Gefälligkeitsstudie, ein unsolides Machwerk und überflüssig. Gleichwohl fällt auf, dass die massive Kritik der AfD an den beiden vorherigen Ausgaben sich ausbezahlt hat und die im aktuellen Monitor wiedergegebenen Daten und Folgerungen nun teilweise zumindest nachvollziehbar sind. Tendenziös ist und bleibt dieses Werk allerdings: Das wird zum Beispiel daran deutlich, dass die Aussage ‚Der Islam gehört nicht zu Deutschland‘ islamkritisch bzw. islamfeindlich sein soll, obwohl es eine schlichte Tatsachenfeststellung ist. Der Islam ist in vielen Ländern, vor allem im Nahen und im Fernen Osten, zu Hause. Und das soll er auch bleiben! Damit ist jedoch überhaupt keine Wertung des Islams verbunden. Die Aussage ist also grade nicht ansatzweise islamkritisch und wird daher zurecht von 80 Prozent der befragten Thüringer geteilt.“