An mehreren Stellen der Stadt wird derzeit intensiv am Hochwasserschutz und an der Beseitigung der Folgen der 2013er Flutkatastrophe gearbeitet. Stephan Brandner, Geraer Landtagsabgeordneter der Partei Alternative für Deutschland (AfD), schreibt dazu: „Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser! Doch nicht immer, so mein Eindruck, wird dies angemessen berücksichtigt. Besonders bei der Beseitigung von Schäden an Bauwerken habe ich mich schon so manches Mal gewundert, daß man das Neue unverdrossen an der selben Stelle wiedererrichtet, an der das Alte untergegangen ist. Ich glaube nicht, dass dies in allen Fällen so sein muß. Von gänzlich neuen Objekten ganz zu schweigen.“ Mit dem letzten Satz spielt Brandner nach eigener Aussage bewußt auf das ehemalige „Wema“- Gelände an, das gerade mit neuen Wohnungen bebaut wird, obwohl es vor drei Jahren vollständig von der Elster unter Wasser gesetzt worden war. „Sicher läßt sich mit neuen Flutmauern u. ä. in Zukunft Manches verhindern, doch sollte nicht vergessen werden, dass jeder Quadratmeter, auf dem sich ein Fluß an seinem Oberlauf nicht ausbreiten kann, den Pegel ein paar Kilometer weiter unten ansteigen läßt. Und ich habe Zweifel, ob bei der Flutschadenbeseitigung das Gemeinwohl und die Pflicht zum sparsamen Umgang mit Steuergeldern den verschiedensten privaten Interessen gegenüber stets angemessen berücksichtigt wurden“, meint der Abgeordnete. „Hochwasserschutz ist eine gesellschaftliche Angelegenheit, bei der sich zeigt, wie weit der Einzelne gegenüber der Allgemeinheit auch mal zurückzustecken bereit ist. Das Maß dessen wird sich auch an den nächsten Rekordmarken der Pegelhäuschen ablesen lassen!