Die TLZ berichtete am 14. September unter der Überschrift „Ramelow löst Fahrkarte mit Landesmitteln“ über den Besuch des Ministerpräsidenten Ramelow beim Geraer Wald-Eisenbahn-Verein. Im Artikel steht, dass der Ministerpräsident im letzten Jahr bereits den Verein besuchte hatte und dabei einen weiteren Besuch nur unter der – wörtlich zitierten – „Bedingung“ angekündigt hatte, „dass er mit der Bahn fahren“ dürfe. Der Titel des Artikels legt nahe, dass dem Ministerpräsidenten keine weiteren Kosten für die Fahrt entstanden. Weiter heißt es in dem Artikel, der Ministerpräsident hätte 9.250 Euro „der staatlichen Lotterie locker gemacht“.

Dazu erklärt Stephan Brandner, stellvertretender AfD-Fraktionsvorsitzender:

„Auch für den Fall, dass es sich um einen ramelowtypischen ‚Lapsus‘ handeln sollte, erscheint es doch mehr als seltsam, dass ein Ministerpräsident staatliche Lottomittel nur unter der ‚Bedingung‘ ausreicht, dass er einen klitzekleinen privaten Vorteil hat und sich die Kosten für eine Bahnfahrt, die jeder andere zu tragen hätte, spart. Man muss ja nicht gleich alles skandalisieren, aber dieser weitere Fehltritt eines Regierungsmitgliedes – nach den bekannten privat-öffentlichen Verquickungen der Minister Hoff und Lauinger sowie der Ministerin Klaubert – wirft einen bezeichnenden Blick auf die Zustände, die in dieser Regierung herrschen. Vor diesem Hintergrund habe ich heute eine Kleine Anfrage eingereicht und will aufklären, ob und ggfs. welche Regierungsmitglieder noch staatliche Lottomittel nur unter Bedingungen und unter Forderungen von Gegenleistungen ausgereicht haben.“