Im Rahmen der Rückabwicklung der Hort-Kommunalisierung darf dem Personal, das bisher bei den Kommunen angestellt war, keine Nachteile entstehen. Mit dieser Forderung reagierte die bildungspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Wiebke Muhsal, auf Medienberichte, wonach fast 80 Prozent der bisher bei den Kommunen auf der Gehaltsliste stehenden Beschäftigten im Landesdienst deutlich schlechter gestellt wären. „Die AfD hat bereits zu Beginn des Jahres gefordert, die Horte in kommunaler Trägerschaft zu belassen. Es war abzusehen, dass die Umstellung auf den Landesdienst für einen Großteil der Erzieherinnen nicht ohne Gehaltseinbußen vonstatten gehen wird. Das lehnen wir ab. Eine qualitativ hochwertige Betreuung lässt sich nur mit angemessen bezahltem Personal sicherstellen.“

Auch steht laut Muhsal zu befürchten, dass die Rückabwicklung das Land deutlich teurer kommt als bisher gedacht: „Die Landesregierung muss jetzt schleunigst offenlegen, wie teuer die Beendigung des Modellprojekts wird, ob genügend Geld im Doppelhaushalt 2016/17 vorgesehen ist und ob hierfür ein Nachtragshaushalt benötigt wird.“

Zudem brauche das Personal nicht nur gute Bedingungen, sondern auch schnellstmöglich Planungssicherheit. Die könne es erst geben, sobald unterschriebene Arbeitsverträge vorlägen.