Der Thüringer Wintersport wird von der Landesregierung jährlich mit mehreren Millionen Euro gefördert. Gleichzeitig sehen Teile der Landesregierung um Umweltministerin Anja Siegesmund wegen der globalen Erwärmung ein Ende des Wintersports für Thüringen voraus. Der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion, Stephan Brandner, will daher in einer Kleinen Anfrage von der Landesregierung wissen, ob sie eine Diskrepanz zwischen der massiven Förderung des Wintersports und dem angeblichen Klimawandel sieht. „In der Frage nach der Zukunft des Wintersports spricht die Koalition mit zwei Stimmen. Während die Umweltministerin dessen Ende voraussieht, will Wirtschaftsminister Tiefensee an der Förderung festhalten – das passt nicht zusammen. Die Thüringer haben ein Recht darauf zu erfahren, ob ihre Steuergelder in dieser Sache gut angelegt sind“, sagt Brandner und fordert: „Die Landesregierung muss sich entscheiden: Gibt es nun einen Klimawandel oder nicht? Wenn es ihn gibt, wären Investitionen in den Thüringer Wintersport in der Tat rausgeworfenes Geld.“ Auch fragt Brandner nach der konkreten Höhe der Zuschüsse für den Wintersport in Thüringen in der Vergangenheit sowie im Doppelhaushalt für 2016 und 2017. „Hier verlangen wir von der Landesregierung Transparenz“, so Brandner. Brandners Anfrage stammt bereits aus dem Dezember. Die Landesregierung hatte sich zur Beantwortung eine Fristverlängerung bis Mitte März erbeten. „Ich finde es sonderbar, dass Frau Siegesmund nun plötzlich durch meine Kleine Anfrage Handlungsbedarf entdeckt und sich zu dem Thema geäußert hat.“