„In Gera kursieren seit geraumer Zeit Gerüchte, ein Großteil der im ehemaligen Wismutkrankenhaus untergebrachten Flüchtlinge und Zuwanderer würde die öffentlichen Verkehrsmittel der Stadt nutzen, ohne dafür zu bezahlen“, schreibt Stephan Brandner, Landtagsabgeordneter der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) in dieser Woche. „Nun wurde dieses Thema im Rahmen meiner Sprechstunden mehrfach auch an mich persönlich herangetragen und von vielen Bürgern entsprechende Beobachtungen geschildert. Auch, wenn ich natürlich nicht imstande bin, die Vorwürfe im Einzelfall zu beweisen oder zu entkräften, so nehme ich die Hinweise durchaus ernst und fordere die Verantwortlichen auf, dem Verdacht nachzugehen. Denn es geht hierbei nicht nur um ein paar hundert oder tausend Euro entgangener Fahrgeldeinnahmen, obwohl auch auf die der unter den Fittichen des Insolvenzverwalters arbeitende GVB sicher nicht verzichten kann. Es geht vor allem um den Rechtsfrieden in unserer Stadt!“
Brandner, der Hauptberuf Rechtsanwalt ist, wendet sich dabei konkret an die Führung der Verkehrsbetriebe und fordert diese auf, besonders in den Bussen der Linien 10 und 17 die Fahrscheinkontrollen auszuweiten und über die Ergebnisse zu berichten. Weiter schreibt er: „Es ist im Interesse aller, auch der hier Verdächtigten, die Angelegenheit mittels belastbarer Zahlen aufzuklären und gegebenenfalls abzustellen. Keinesfalls sollte aus Angst vor dem Vorwurf der politischen Inkorrektheit weggeschaut werden, auch wenn ich – speziell für die Kontrolleure – angesichts des derzeitigen gesellschaftlichen und politischen Klimas durchaus Verständnis für ein solches Verhalten habe. Doch die immer schneller um sich greifenden Haltung, dass derjenige, der ehrlich, in unserem Land zugleich auch der Dumme ist, birgt eine Sprengkraft in sich, über deren wahre Gefahr wir uns alle wohl noch gar nicht richtig im Klaren sind!“