Um der Menge an Kindern von Asylbewerbern einen Schulbesuch zu ermöglichen, plant Bildungsministerin Birgit Klaubert, nicht mehr Lehrer einzustellen, sondern die Kinder auf Klassen im ländlichen Raum zu verteilen. 5.000 ausländische Schüler sind dieses Jahr an thüringischen Schulen gekommen; für 2016 rechnet Klaubert mit 6.000 bis 8.000. Dazu erklärte Wiebke Muhsal, bildungspolitische Sprecherin der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag: „Mit diesen Kindern können nicht die Klassen in den Schulen im ländlichen Raum aufgefüllt werden. Sie benötigen einen Spezialunterricht, der sich mit dem Lehrplan für die deutschen Kinder schneidet. Ob dann für die deutschen Kinder noch ein durchgängiges Lernen möglich ist, scheint die Ministerin überhaupt nicht zu interessieren.“ Schon jetzt gebe es in Thüringen viel zu wenig Lehrer; Unterrichtsausfall sei an der Tagesordnung. Trotzdem werden nur 500 neue Lehrer eingestellt. Das reiche maximal, um die Lehrer auszugleichen, die jetzt in Pension gehen.

„Die Landesregierung geht einen grundsätzlich falschen Weg, wenn sie stur an der Drei-Monate-Frist für die Schulpflicht von Asylbewerberkindern festhält. Die Asylverfahren werden auf absehbare Zeit länger dauern. Das heißt, es werden auch Kinder eingeschult, deren Eltern keine Aufenthaltsberechtigung erhalten werden und die deshalb wieder in ihre Heimatländer abgeschoben werden müssen“, sagte Muhsal. Diese Situation müsse für die ausländischen Kinder sehr belastend sein, da sie sich erst mühsam einer neuen Umgebung anpassen müssten, nur um dann wieder in die Heimat zurückzukehren.

„Die AfD-Fraktion fordert daher, dass Kinder von Asylbewerbern erst dann in den Schulunterricht in Thüringen aufgenommen werden, wenn ihre Eltern einen legalen Aufenthaltsstatus haben“, erklärte Muhsal. Die bildungspolitische Sprecherin wies zudem noch einmal auf die Mitschuld der Landesregierung am Asyl-Chaos hin: „Rot-Rot-Grün weigert sich immer noch hartnäckig endlich konsequent abzuschieben und verschlimmert so die Situation.“