Der stellvertretende Vorsitzende der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag, Stephan Brandner, war in seiner Eigenschaft als Mitglied des Europaausschusses zu einem zweitägigen Arbeitsbesuch in Brüssel. Das Treffen diente der Information und besseren Vernetzung von Ausschussmitgliedern und Angehörigen der Kommission bzw. des Parlaments. Als Themen standen im Mittelpunkt neben der europäischen Dimension der Asylkrise auch das Freihandelsabkommen TTIP, über das die Europäische Union derzeit mit den USA verhandelt. In diesem Rahmen trafen die Ausschussmitglieder mit dem EU-Kommissar für Digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Günther Oettinger, zusammen. Beim Mittagessen traf Brandner zudem die AfD-Europaabgeordnete Beatrix von Storch zu einem Gedankenaustausch. Brandner über seinen Besuch: „Richtig peinlich war der Auftritt von Kommissar Oettinger, dessen etwa halbstündiger Vortrag sich in inhaltsleerem Politikersprech erschöpfte: Er redete, ohne etwas zu sagen. Richtig gut und informativ war hingegen der Vortrag von Oliver Seiffarth vom Referat Grenzmanagement zum Thema Frontex.“ Bevor er zur Kommission ging, hatte der Österreicher mehrere Jahre als Rechtsberater für Asylbewerber bei der Caritas und anderen Nichtregierungsorganisationen gearbeitet. Heute distanziert er sich von seinem damaligen Wirken. Brandner: „Seine Äußerungen brachten einige Abgeordnete aus den Regierungsfraktionen zur Weißglut.“