Momentaufnahmen aus Gera:

Stephan Brandner, Geraer Landtagsabgeordneter der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD), war heute in Gera etwa 20 Minuten zu Fuß unterwegs. Er berichtet von sechs Kontakten mit „normalen“ Menschen in diesen ca. 20 Minuten, von denen er ohne sein Zutun angesprochen wurde, wie folgt (Aussagen sinngemäß):

1. (Mann und Frau) Herr Brandner: Kennen Sie schon den Maulkorb am SRH-Klinikum: Im Intranet wurden sämtliche Mitarbeiter angewiesen, sich nicht (kritisch) zur Asylantenfrage und Problemen damit zu äußern. Meiner Freundin (sagte die Frau), einer Lehrerin, wurde vom Arbeitgeber verboten, an Demos teilzunehmen. Ihr wurde die Kündigung angedroht.

2. (2. Mann) Herr Brandner: Mein Sohn mußte an einem Geraer Gymnasium einen Aufsatz zum Thema „Toleranz“ schreiben. Dazu hatte der Lehrer inhaltlich vorgegeben, was zu schreiben ist, insbesondere sollte sich nicht kritisch zur „Ausländerfrage“ geäußert werden.

3. (vor einem Kreditinstitut, Mitarbeiter) Herr Brandner: Wir stocken unsere Schließfachanlage im Tresor massiv auf, mehrere 100 Fächer kommen hinzu. Wir haben einen großen Zulauf aus der Nähe des Waldklinikums, wegen der neuen dortigen Erstaufnahmestelle.

4. (vor dem selben Kreditinstitut, Passant) Herr Brandner: Wann macht die AfD endlich eine Demo in Gera? Es kann so nicht weitergehen.

5. (beim Fleischer, Kundin): Herr Brandner, ich freue mich immer, Sie im Fernsehen zu sehen. Halten Sie durch, Sie sind die einzigen, die für uns kämpfen. Herr Höcke war bei Jauch sehr gut. Bestellen Sie ihm schöne Grüße.

6. (Fleischereiverkäuferin): Herr Brandner, die Frau hat Recht. Auch wir wissen nicht, wie es weitergehen soll. Wir zählen voll auf Sie und die AfD. Wissen Sie, welchen Zulauf an Kunden in den letzten Wochen das Waffengeschäft in der Innenstadt hat? Ich kenne viele, die da einkaufen waren.

Wie gesagt: Herr Brandner wurde aktiv von diesen Geraer Bürgern innerhalb von wenigen Minuten an wechselnden Orten in der Stadt angesprochen. Die Menschen sind verzweifelt… .