Stephan Brandner, Geraer Landtagsabgeordneter der Partei Alternative für Deutschland (AfD), thematisiert mit einer sog. Kleinen Anfrage im Thüringer Landtag den Sinn oder Unsinn der Lehrer-Eltern-Gespräche, auch  „Lernentwicklungsgespräche“ genannt. Brandner dazu: “Paragraf 59 a der Thüringer Schulordnung schreibt Eltern, Schülern und Lehrern der Klassen 1 bis 9 zwingend vor, sich einmal im Jahr zu einem Gespräch zu treffen, egal, ob es dazu eine Notwendigkeit gibt oder nicht. Diese Praxis, so finde ich, sollte hinterfragt werden, denn die Notwendigkeit und Häufigkeit solcher Gespräche richtet sich – das werden alle Eltern bestätigen können – nicht nach den Wünschen der Ministerialbürokratie.“ Nach Auffassung von Brandner würde damit viel Zeit verschwendet. Aus diesem Grunde wolle er von der Landesregierung u. a. wissen, welche Ergebnisse diese Vorgabe bisher gebracht habe, wie die Eltern und Lehrer zu dieser „Zwangsmaßnahme“ stünden und ob das Gleiche nicht auch auf freiwilliger Basis stattfinden könne. Brandner weiter: „Natürlich stelle ich solche Gespräche nicht in Frage, wenn es einen Grund dafür gibt. Voraussetzung sollte aber sein, dass zumindest einer der Beteiligten sie für notwendig hält. Wenn ‚alles in Ordnung‘ ist, braucht es kein Gespräch und vor allem die Eltern und Lehrer könnten ihre Zeit besser nutzen. „Es ist“ so Brandner weiter, „den Lehrern ebenso wie den Eltern durchaus zuzutrauen, dass sie selbstständig entscheiden, ob und in welchem Umfang ihre Sprösslinge für Gesprächsbedarf sorgen. Ich meine daher, dass § 59a der Schulordnung eine von Vorschriften ist, die im Papierkorb am besten aufgehoben wären!“