„Auf seinem eigenen Grundstück soll jedem Eigentümer die größtmögliche Handlungsfreiheit gewährt werden. Er muß auch dort ungestraft seine Bäume absägen dürfen“, meint Stephan Brandner, Geraer Landtagsabgeordneter der Partei Alternative für Deutschland (AfD), und nimmt dabei Bezug auf die Geraer Baumschutzsatzung. „Nicht umsonst steht das Recht auf Eigentum im Grundgesetz und hat dort einen besonderen Stellenwert eingeräumt bekommen. Dass damit natürlich auch Verpflichtungen verbunden sind, ist selbstverständlich und gleichfalls in Artikel 14 des Grundgesetztes festgehalten. Also sollte der Gesetzgeber stets bemüht sein, die zugegebenermaßen nicht leicht zu schaffende Balance zu finden zwischen den Interessen der Allgemeinheit und denen eines jeden einzelnen Bürgers.“ Und hier – also bei den Geraer Vorgaben für den Umgang mit Gehölzen auf Privatgrundstücken – sieht Brandner bei dieser Ausgewogenheit noch immer ein erhebliches Defizit! „ Dass es im Einzelfall schützenswerte Pflanzen geben kann, für deren Erhalt auch ein privater Grundstücksbesitzer Opfer bringen muss, mag ja sein. Doch das grundsätzliche Fällverbot jeden Baumes mit mehr als 50 cm Stammumfang (also gerade einmal rund 16 cm Durchmesser in 1 Meter Höhe ) von einer städtischen Genehmigung abhängig zu machen und teure Ausgleichszahlungen oder -pflanzungen zu verlangen, geht erheblich zu weit! Zumindest für private Eigenheimbesitzer muß die Baumschutzsatzung aufgehoben werden.“