„Die Gebietsreformpläne von Rot-Rot-Grün führen nicht zu Einsparungen, gefährden die Bürgernähe der Verwaltung und verhindern ehrenamtliches Engagement. Sie zerstören zudem historisch gewachsene regionale Identitäten“, warnte Jörg Henke, innenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Thüringer Landtag.

Wie die Beispiele aus anderen ostdeutschen Bundesländer zeigen, führt eine Gebietsreform erst einmal zu vermehrten Verwaltungsausgaben. „Es gibt bislang keine empirischen Beweise dafür, dass sich langfristig ein Einsparpotential durch Gebietsreformen ergibt“, sagte dazu Henke. Laut einem Gutachten des Thüringer Finanzministeriums aus dem Jahr 2012 gebe es keinen unmittelbaren Zusammenhang zwischen der Einwohnerzahl einer Kommune und deren Verwaltungsaufgaben und -ausgaben. Großkreise seien also nicht zwangsläufig Verwaltungsstrukturen, mit denen sich Geld sparen lasse, so Henke.

„Da drängt sich der Eindruck auf, dass es Rot-Rot-Grün eigentlich um eine Zerstörung von historisch gewachsenen regionalen Identitäten geht“, erklärte Henke. In den Gebietsreformplänen komme der Geist des sozialistischen Zentralismus deutlich zum Vorschein. Henke kündigte an, dass sich die AfD-Fraktion weiterhin in enger Absprache mit den kommunalen Spitzenverbänden an der Debatte um eine Gebietsreform beteiligen wird.