Dirk Adams, Fraktionschef der Grünen im Thüringer Landtag, hat den Landtagspräsidenten, Christian Carius, scharf für die Kostensteigerungen im Thüringer Landtag kritisiert. Diese Zuwächse resultieren nach Angaben des Landtags aber aus Tarifsteigerungen, EDV-Erneuerungen und einem Anstieg der pensionsberechtigten Abgeordneten. Außerdem verurteilte Adams eine „Selbstbedienung“ von Carius, der eigene Leute mit Posten versorgt haben soll.

„Die Grünen legen hier wieder einmal mit zweierlei Maßstäbe an. Bei deren eigenen Wünschen und Anliegen wird auf das Geld der Steuerzahler keine Rücksicht genommen, sondern für die unsinnigsten Vorhaben in die Vollen gegriffen. Herr Adams will davon ablenken, indem er versucht, den schwarzen Peter weiterzugeben“, sagte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Stephan Brandner dazu. „Die rot-rot-grüne Geldverschwendungskoalition hat nach ihrer Wahl erst einmal kostenintensiv alle Ministerien neu strukturiert und viele Umzüge und Verlagerungen veranstaltet. Gleichzeitig waren sich die Grünen aber nicht zu schade, eine eigene Stabsstelle in der Staatskanzlei einzufordern, die den Steuerzahler unnötig belastet, und weiteres eigenes Personal zu versorgen. Die grüne Umweltministerin Siegesmund will noch bis zum Herbst ihr Abgeordnetenmandat behalten, offenbar nur um in den Genuss eines Pensionsanspruchs zu kommen. Außerdem bläht die rot-rot-grüne Landesregierung den Haushalt um über 300 Millionen Euro auf. Glaubwürdig wäre es, wenn der Grünen-Fraktionschef im eigenen Laden kehren würde.“

„Besonders doppelzüngig sind die Vorwürfe des Herrn Adams, wenn man sich anschaut, was seine Partei heute in Gera vorhat. Dort soll mit Daniela Hoffmann-Weber die ehemalige Sprecherin der Grünen in Gera zur hauptamtlichen Beigeordneten gewählt werden. Als Qualifikation kann sie allerdings nur das richtige Parteibuch und den richtigen Ehepartner, nämlich den Geraer Grünen-Stadtrat Eugen Weber, vorweisen. Versüßt würde das angestrebte Amt mit Bezügen von rund 6.800 Euro im Monat“, so Brandner. „Herr Adams hat wohl auch vergessen, dass die Grünen bis zuletzt auf einen Landtagsvizepräsidenten bestanden haben. Das hat allein die AfD verhindert und damit dem Steuerzahler über 400.000 Euro gespart. Wenn die Grünen ein echtes Zeichen setzen wollten, dann würden sie die AfD dabei unterstützen, den Landtag um etwa ein Drittel auf etwa 60 Abgeordnete zu verkleinern. So ließe sich wirklich Geld sparen.“