„Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen“, zitiert Stephan Brandner, Geraer Landtagsabgeordneter und stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Partei Alternative für Deutschland (AfD) im Thüringer Landtag, ein chinesisches Sprichwort und fügt hinzu: „Und was Thüringen betrifft, so wird im Ergebnis der letzten Landtagswahlen wohl bald der Tornado einer Gebietsreform über die Orte und Kreise im Land hinwegfegen! Also sollten wir auch hier in Ostthüringen über Windmühlen doch zumindest einmal reden, und zwar ganz gleich, ob und warum wir das Projekt nun befürworten oder aber ablehnen!“ Brandner, der sich dazu bekennt, einer Gebietsreform durchaus mit einer gewissen „skeptischen Offenheit“ gegenüberzustehen, vermisst Aktivitäten aus den Büros der Landräte und (Ober-)Bürgermeister und rät, das ostthüringische Steuer lieber schleunigst selbst in die Hand zu nehmen, statt es anderen zu überlassen. „Wir stehen wohl vor der Wahl, uns entweder selbst eine Heimat zu schaffen, die auf kulturellen Eigenheiten, Zusammengehörigkeitsgefühl und regionaler Identität beruht, oder aber nichts zu tun und zu warten, bis uns irgendwer aus Erfurt irgendein bürokratisches Gebilde vor die Nase setzt, bei dessen Namen jeder nur mit den Schultern zuckt. Vorschläge wie z. B. jener, dass Gemeinden in Thüringen mindestens 12.000 Einwohner haben sollen – die Abschaffung aller Dörfer und eines Großteils der Kleinstädte also – zeigen ja, wohin die Reise zu gehen droht!“ Brandner verwies in seinen Ausführungen auch auf das Nachbarland Sachsen, wo mit der Schaffung z.B. des Erzgebirgs- oder auch des Vogtlandkreises regionale Identität und verwaltungstechnische Notwendigkeit erfolgreich unter einen Hut gebracht wurden und regt zugleich an, ähnliches auch für unsere Heimat zu entwickeln. „Es ist nun einmal nicht dasselbe, ob auf einem Autokennzeichen ein ERZ, ein V oder aber ein Irgendwas steht. Und einen Kreis Reuß oder auch einem Osterlandkreis, in diesem Falle womöglich mit einem Kennzeichen OST, das wäre doch mal was! Da das Weihnachtsland, hier das Osterland. Mit Ostermärkten, einem Osterlandmarathon, dem Osterhasen als Maskottchen, der Weidaer Osterburg als Markenzeichen und, und und…!“ , so Brandner abschließend. Was auch immer eines Tages herauskommt in Sachen Gebietsreform: Die Menschen sollten bitte diesmal mit ins Boot, bevor Entscheidungen getroffen werden!“