…lautet einhellig die Auffassung der rund 50 Teilnehmer des „Stammtisches“ der Partei Alternative für Deutschland (AfD) und des Geraer Landtagsabgeordneten der AfD, Stephan Brandner, der am 12.03.2015 im „Klimperkasten“ stattfand. Thema des Treffens war die „Erstaufnahmestelle Liebschwitz“. Im vollbesetzten Raum wurden das formelle Vorgehen durch Rechtsmittel und auch Protestformen zur Verhinderung der Aufnahmestelle diskutiert. Die Stadt könne, als zuständige Baubehörde, großen Einfluß nehmen und solle gründlich prüfen. Auch ansonsten würden bekanntermaßen Bauanträge von der Stadt lange Zeit und sehr gründlich geprüft, was man nun hier angesichts der Dimension des Vorhabens auch erwarte. Besorgnis, Enttäuschung und Ärger der Anwesenden waren deutlich zu spüren, dennoch wurde durchgehend sachlich argumentiert. Brandner, der auch Vorsitzender des Ausschusses für Migration, Justiz und Verbraucherschutz im Thüringer Landtag ist, stellte die – geringen – parlamentarischen Einflußmöglichkeiten der AfD-Fraktion dar, versicherte aber seine und die Unterstützung der Fraktion. „Wir werden in Erfurt die uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen, um dieser Politik nach Gutsherrenart entgegenzutreten. Liebschwitz droht unter die Räder zu kommen“, sagte er. Klar wurde den Anwesenden, daß ganz Gera solidarisch den Unmut über die plötzliche und feststehende Einrichtung des Aufnahmestelle äußern müsse, um erfolgreich für Liebschwitz zu sein. Gera als Ganzes sei betroffen, wofür wesentlich der von der Landesregierung verhängte „Winterabschiebestopp“ sei. Im Ergebnis waren sich die engagierten Liebschwitzer einig, über die Gründung einer Bürgerinitiative und Demonstrationen zu beraten.