„Über bloße Symbolpolitik kommt die rot-grüne Landesregierung nicht hinaus“, so Stephan Brandner, Geraer Landtagsabgeordneter der Partei Alternative für Deutschland (AfD). Genauso, wie der seines Erachtens rechtwidrige Winterabschiebestopp für abgelehnte Asylbewerber, sei auch die Idee der Landesregierung, das Wahlalter pauschal auf 16 Jahre zu senken unausgegoren und unangemessen. Offensichtlich ginge es den „Rot-Grünen“ darum, für sie eine neue Wählergruppe zu erschließen, obwohl die Fakten ganz andere seien. Nach Brandner vorliegenden Zahlen tendierten gerade die 16 bis 18 jährigen überdurchschnittlich zur AfD und deren Positionen. „Mit der Senkung des Wahlalters würde auch das gesamte rechtliche Gefüge durcheinander gebracht“, so Brandner weiter. Es gäbe in Deutschland eine durchdachte und bewährte Staffelung. Danach trete die Volljährigkeit und uneingeschränkte rechtliche Handlungsfähigkeit mit 18 Jahren ein. Warum dies nun ausgerechnet im Wahlrecht anders sein solle, könne niemand schlüssig erklären. „Konsequent wäre die rot-grüne Idee allenfalls, wenn dann von dort der Vorschlag käme, auch die Volljährigkeit und die vollständige Strafbarkeit ab 16 Jahren einsetzen zu lassen. Aus Sicht der AfD sind die jetzigen gegebenen Altersgrenzen, also auch das Wahlrecht erst ab 18, angemessen. Daran muß nichts geändert werden, weshalb die AfD auch gegen solche Änderung stimmen wird“, so Brandner abschließend.