"Die Landtagswahlen stehen vor der Tür. Das kann man auch daran erkennen, 
dass plötzlich Politiker der regierenden Altparteien nahezu täglich 
unterwegs sind und huldvoll lächelnd sogenannte ,Lottomittelschecks' 
verteilen", so Stephan Brandner, Pressesprecher des Landesverbandes 
der Partei Alternative für Deutschland (AfD). 

Mit diesen "Lottomitteln" würde offensichtlich Wahlkampf und 
Schindluder getrieben. "Das ist nichts anderes als Willkür und 
obrigkeitsstaatliches Verhalten, das an vergangene Zeiten erinnert", 
so Brandner weiter, und: "Die Politiker der Altparteien tun so, als 
würden sie damit persönlich Gutes tun. Dabei handelt es sich um fremdes
Geld, um Überschusse aus der staatlichen Lottogesellschaft, die die 
Altparteien auch als ihre Beute betrachten, genau so, wie sie dies 
auch ansonsten mit ihrer Pöstchenschacherei tun", sagte Brandner. 

Durch das großzügig wirkende Verteilen unmittelbar vor Wahlen würde 
unerlaubt finanzierter Wahlkampf betrieben. Es würden fremde Gelder 
verteilt und so versucht, sich bei Vereinen und Institutionen beliebt 
zu machen. "Dabei", meint Brandner, "hoffen die Altparteien dann 
immer auf schöne Bildchen in Zeitungen". Die Vergabe sei zudem 
gänzlich intransparent. Abgesehen davon, dass auch der 
Geschäftsführer der Lottogesellschaft - Jörg Schwäblein, ehemaliger 
Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag - aus einer der Altparteien 
stamme und so ein gut dotiertes Pöstchen erhalten habe, betrachteten 
die Altparteien die Gesellschaft also auch so als ihre Beute. Die 
AfD werde umgehend versuchen, so ein Gehabe einstellen. Soweit die 
Lottogesellschaft etwas zu verteilen habe, würde dies entweder 
- wie bei Zahlungen üblich - durch Überweisungen getan oder aber, 
sämtliche Überschüsse würden dem Landeshaushalt zugeführt. "Allein 
dies wäre dem Verhalten eines modernen und demokratischen Staates 
würdig. So, wie es zur Zeit läuft, erinnert es eher an dunkle, 
vergangene Zeiten, als absolutistischer Herrscher gelegentlich 
ein paar Münzen aus ihrer Kutsche warfen", so Brandner abschließend.