Grundsätzlich ist es ja schön, dass ein „Deutscher Gründerpreis“ verliehen wird, wie Benjamin Schmutzler im Neuen Gera vom 07.03.2014 berichtet. Was die an diesem Deutschen (!) Gründerpreises teilnehmenden „Teams“ dann aber an tollen Bezeichnungen, wie „Social Dinner“, „Café Life“, „Laad Energy“, „Be-Fair“, „Playcon“ und „Smag Burger“ präsentieren, spricht schon deshalb für deren Ungeeignetheit: Zumindest sollten doch Gründer, die am Markt erfolgreich sein wollen, für ihre Produkte und Ideen Bezeichnungen wählen, die sich ohne umfassende Zusatzerläuterungen und Übersetzungen von selber erklären. Kein vernünftiger Mensch wird die gewählten Bezeichnungen verstehen, weshalb diese „Ideen“ schon deshalb in den Mülleimer zu wandern haben! Interessant auch, dass verschiedene „Teams“, von einer „Jury“ bewertet und „Workshops“ von einer „Fair-Trade-Community im Internet“ abgehalten werden. Warum dieser „Entrepreneur“-Schwachsinn dann auch noch von der Sparkasse (immerhin nicht „Bad Bank“) Gera-Greiz unterstützt wird, weiß auch der geneigte Leser nicht. Besser angelegt wäre die Unterstützung aber, wenn die Sparkasse jedem der Beteiligten zunächst einmal einen Grundkurs Deutsch spendieren würde!

 

Stephan Brandner