22.01.2014 „Ein Fluch und kein Segen“, dass sei die Antwort auf die Frage gewesen, die sich die Partei Alternative für Deutschland (AFD) bei ihrer Veranstaltung am 22.01.2014 in der Geraer Gaststätte „Der Hugo“ gestellt hatte. Zum Thema Euro und Europa hielt Edgar Nieß (Wirtschaftsprüfer aus Weimar) vor gut 30 Anwesenden zunächst einen einführenden Vortrag. „Das Ergebnis des Vortrages war sehr ernüchternd“, so Stephan Brandner, Sprecher (Vorsitzender) des hiesigen AFD-Kreisverbandes. „Von dem, was zum Euro ursprünglich einmal vereinbart worden war, ist so gut wie nichts mehr übergeblieben. CDU, SPD, FDP und Grüne haben auch da vollständig versagt“, so Brandner weiter. Es würde immer behauptet, der Euro sei so wichtig für den deutschen Export, genau das Gegenteil sei aber der Fall. Die deutschen Exporte in Euroländer seien sogar zurückgegangen. „Das heißt,“ so Brandner, „die Euroeinführung hat dem Export also geschadet. Ganz abgehen von der milliardenschweren Unterstützung für nicht-eurofähige Länder, wie z. B. Griechenland. Das, was uns von der offiziellen Politik dazu gesagt wird, ist also schlichtweg gelogen. Die Krise ist auch nicht zu Ende, nur wird sie wegen der bevorstehenden Europawahlen von den Regierenden totgeschwiegen.“ Ein weiteres Thema der Veranstaltung war die Frage, wie die AFD es mit den Kommunalwahlen hält. Möglicherweise wird in Jena und im Saale-Holzland-Kreis mit eigenen Listen angetreten, nicht allerdings in Gera. „In Gera haben wir bereits eine Gruppierung, nämlich die ‚Bürgerschaft Gera’, die im kommunalpolitischen Bereich weitgehend das abdeckt, was auch die AFD will. Mit der ‚Bürgerschaft Gera’ werden wir bei der Kommunalwahl eine Listenverbindung eingehen. Das heißt, AFD-Mitglieder werden auf der Liste der ‚Bürgerschaft Gera’ kandidieren“, teilte Brandner mit. Damit sei dann gesichert, dass auch im Kommunalwahlkampf mit gemeinsamen Kräften gekämpft werden könne. Gemeinsames Ziel sei es hier, die seit Jahrzehnten bestehenden Verkrustungen aus CDU, SED-Nachfolgern und SPD aufzubrechen und für vernünftige Politik und frischen Wind zu sorgen.